Prof. Dr. Heike Englert

Professorin für Ernährungsmedizin, Beratung/Coaching und Publik Health Nutrition
Fachhochschule Münster
  • Studierte nach ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin an der 
TU München/Weihenstephan und der Uni Gießen Ernährungswissenschaften
  • Promotion am Uniklinikum Gießen in der Inneren Medizin/Medizinischen Poliklinik
  • Studium (Master) Public Health an der Ludwig Maximilians Universität in München
  • Post Doc am UIC Rockford, USA
  • Wissenschaftliche Mitarbeitern am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité-Universitätsmedizin Berlin
  • Seit 2006 Professorin an der FH Münster mit dem Forschungsschwerpunkt: Healthy Lifestyle Communities

Fleischlos essen, aber wie?

Zahlreiche Studien belegen die positiven Effekte einer fleischlosen Ernährung auf die Herausforderungen unserer Zeit besonders im Hinblick auf Gesundheit und Umwelt. Bereits eine Verringerung des Fleischkonsums kann zu einer Verbesserung des Risikoprofils chronischer Erkrankungen führen, sich günstig auf die Kosten im Gesundheitssystem auswirken, Wasser- und Luftverschmutzung reduzieren oder natürliche Ressourcen schonen. Diese Erkenntnisse werden von der breiten Bevölkerung vermehrt wahrgenommen, aber noch nicht ausreichend umgesetzt. Die zentrale Frage spitzt sich zu: Fleischlos essen – aber wie?
Um möglichst vielen Menschen Informationen sowie praktische Umsetzungsmöglichkeiten einer pflanzenbasierten Ernährung zugänglich zu machen, bieten sich Lebensstilinterventionen auf kommunaler Ebene an.
Im Rahmen des EUREGIO Projektes „Healthy Lifestlye Communities“ wird ein umfangreiches Interventionsprogramm zu gesunder Lebensweise in ländlichen Gemeinden in Deutschland durchgeführt. Im Mittelpunkt steht der Bürger mit seinen gesundheitlichen Bedarfen und Bedürfnissen sowie den erlebten Hindernissen auf dem Weg zu einem gesunden und nachhaltigen Lebensstil. Diese werden sowohl auf der individuellen Ebene durch persönliche Gesundheitscoachings und Gesundheitschecks als auch auf der Gemeindeebene (Verhältnisebene) durch didaktisch aufeinander aufbauende Seminareinheiten in Großgruppen, Workshops, Alumnigruppen etc. adressiert. Das Lebensstilprogramm bezieht sich vornehmlich auf die vier Gesundheitsfaktoren: pflanzenbasierte Ernährung, Stressmanagement, körperliche Bewegung und gegenseitige Unterstützung in der Gemeinschaft. Vorteile einer fleischlosen/fleischarmen Ernährung werden vielschichtig beleuchtet und diskutiert. Ziel ist es hierbei einer Bewusstseinserweiterung und Initiation des Veränderungsprozesses bei den Bürgern zu erreichen. Um das Treffen gesundheitsfördernder Entscheidungen zu vereinfachen, werden Elemente wie Nudging (Hilfe durch kleine „Schubser“), Selbst-Tracking (Selbstvermessung) und Gamification (mit Spiel und Spaß zum Ziel) eingesetzt.

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